EUROSAFE Forum 2016: Europäische Konferenz zur nuklearen Sicherheit in München

04.11.2016

(Köln/München, 4.11.2016) Vom 7. bis 8. November 2016 richtet die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Frankreich und Belgien in München das EUROSAFE Forum aus.

Zum 17. Mal kommen auf der Fachtagung Vertreter von Forschungs- und Sachverständigenorganisationen, Behörden, der Industrie und internationaler Organisationen aus dem In- und Ausland zusammen, um sich über aktuelle Themen und Entwicklungen in den Bereichen nuklearer Sicherheit, Strahlenschutz und der Entsorgung radioaktiver Abfälle auszutauschen. Insgesamt werden rund 300 Teilnehmer aus 26 Nationen erwartet.

Plenarvorträge von Vertretern der belgischen Atomaufsicht und des BKA

Der Plenarteil der Tagung am ersten Tag ist traditionell Vorträgen zu aktuellen Themen von übergeordneter Bedeutung gewidmet. Jan Bens, Leiter der belgischen Aufsichts-und Genehmigungsbehörde FANC, wird in seinem Vortrag unter anderem auf die Konsequenzen einer veränderten Sicherheitslage für die Sicherung von Kernkraftwerken und die Erfahrungen aus den Untersuchungen der Rissbefunde in den Reaktordruckbehältern der Kernkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 eingehen. Die zunehmende Bedrohung kritischer Infrastrukturen, wie z.B. auch kerntechnischer Anlagen durch Cyber-Attacken steht im Mittelpunkt des Vortrags von Axel Kühn, Leiter des zuständigen Referats beim Bundeskriminalamt. Zum Abschluss der Plenarveranstaltung wird als Gastredner Flugkapitän Manfred Müller einen Überblick über Methoden und Ergebnisse aus der Sicherheitsforschung der Deutschen Lufthansa AG bieten.

ETSON Award Challenge

Im Rahmen des EUROSAFE Forums zeichnet das European Technical Safety Organisations Network (ETSON) herausragende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von jungen Forschern des Netzwerks mit dem ETSON Award 2016 aus. Um den Gewinner zu ermitteln, werden in diesem Jahr erstmals fünf durch eine Fachjury ausgewählte Nachwuchswissenschaftler in einem Science Slam gegeneinander antreten.

Fachseminare zu Reaktorsicherheit, Entsorgung radioaktiver Abfälle und Strahlenschutz

Am zweiten Tag stellen Experten von Fachorganisationen aus dem EUROSAFE-Verbund in fünf Fachseminaren aktuelle Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Dargestellt werden hier beispielsweise neue Erkenntnisse zum Unfallhergang in Fukushima und Methoden zur Analyse der Strahlenexposition des Personals bei der Planung von Stilllegungsprojekten. Die anderen  Vorträge beleuchten weitere Ergebnisse der Reaktorsicherheitsforschung, etwa zu Unfallsimulationen und zu neuen Reaktorkonzepten sowie verschiedene Fragestellungen zur Sicherheit von Endlagern. Eingeleitet werden die Fachseminare erstmalig durch Impulsvorträge von Vertretern verschiedener internationaler Organisationen wie der Internationalen Atomenergie-Organisation und Behörden verschiedener Länder.

Über die EUROSAFE-Initiative

Die EUROSAFE-Initiative ist ein internationales Netzwerk zur Diskussion sicherheitsrelevanter Fragen aus dem nuklearen Bereich. Es setzt sich aus Vertretern Technischer Sicherheitsorganisationen und nationaler Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden zusammen. Einmal jährlich veranstaltet die EUROSAFE-Initiative die internationale Fachtagung EUROSAFE Forum. Über ihre Arbeit und die ihrer Mitglieder informiert die Initiative mit einem monatlichen Newsletter.

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