Uwe Stoll neuer technisch-wissenschaftlicher Geschäftsführer der GRS

01.07.2016

(Köln, 1.7.2016) Der Aufsichtsrat der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH hat Herrn Dipl.-Ing. Uwe Stoll mit Wirkung zum 1. Juli 2016 zum neuen technisch-wissenschaftlichen Geschäftsführer der GRS bestellt. Stoll tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Frank-Peter Weiß an, der aus Altersgründen aus der GRS ausgeschieden ist.

Uwe Stoll hat 1985 sein Studium der Kernenergietechnik am „Energetischen Institut“ in Moskau abgeschlossen und war danach an der damaligen Technischen Hochschule Zittau tätig. Seit 1990 umfasste seine bisherige berufliche Laufbahn Tätigkeiten für die Siemens AG, Framatome Advanced Nuclear Power und schließlich Areva, für die er bis zu seinem Wechsel zur GRS in leitender Position tätig war. Die thematischen Schwerpunkte seiner Arbeiten lagen zum einen auf Sicherheits- und Störfallbeherrschungskonzepten, generischen Sicherheitsfragen sowie Störfallanalysen für Siede- und Druckwasserreaktoren. Zum anderen hat er sich mit der Untersuchung und Bewertung von Ereignissen in Kernkraftwerken und deren Inbetriebsetzung befasst. Seit 2004 gehört er dem Präsidium des Kerntechnischen Ausschusses an und war von 2009 - 2011 dessen Vorsitzender. Seit 2006 ist er Mitglied des Ausschusses Reaktorbetrieb der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK), den er zwischenzeitlich leitete. 2010 wurde er in den Hauptausschuss der RSK berufen. Seit 2014 leitet er den Ausschuss „Elektrische Einrichtungen und I&C“ der RSK.

Uwe Stoll ist 55 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern.

Zur GRS:
Die GRS ist eine gemeinnützige technisch-wissenschaftliche Forschungs- und Sachverständigenorganisation. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf der nuklearen Sicherheit und Entsorgung. Die Gesellschafter der GRS sind die Bundesrepublik Deutschland (46 %), das Land Nordrhein-Westfalen und der Freistaat Bayern (jeweils 4 %), sowie die Technischen Überwachungs-Vereine (zusammen 46 %). An ihren Standorten in Köln, Berlin, Braunschweig und Garching beschäftigt die GRS rund 440 Mitarbeiter, darunter über 350 Wissenschaftler und Ingenieure unterschiedlicher Fachrichtungen.

Die GRS finanziert sich ausschließlich über Aufträge. Ihre Hauptauftraggeber in Deutschland sind das Bundesumweltministerium, das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesforschungsministerium, das Auswärtige Amt sowie das Bundesamt für Strahlenschutz. Wichtigster internationaler Auftraggeber ist die Europäische Kommission.

 

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