SEDS-Workshop: Sicherheit der längerfristigen trockenen Zwischenlagerung

Die GRS veranstaltet einmal jährlich den SEDS-Workshop zur Sicherheit der längerfristigen trockenen Zwischenlagerung von abgebrannten Brennelementen (Safety of Extended Dry Storage of Spent Nuclear Fuel – SEDS).

Da es aktuell auf der Welt noch kein Endlager für hochradioaktive Abfälle gibt, ist die längerfristige Zwischenlagerung ein Thema, das viele Länder beschäftigt. Ziel des Workshops ist es deshalb, den wissenschaftlichen Austausch zwischen den verschiedenen Ländern über Forschungsarbeiten bezüglich der Langzeitsicherheit für Behälter und Inventare zu fördern.

Hintergrund Zwischenlagerung

Abgebrannte Brennelemente werden aus dem Kern des Reaktors entladen und anschließend im Abklingbecken gelagert, bis ihre Radioaktivität und Wärme soweit abgeklungen sind, dass sie in Transport- und Lagerbehältern verpackt werden können. Zumeist handelt es sich dabei um sogenannte CASTOR-Behälter. Bis ein Endlager zur Verfügung steht, werden die Behälter in Zwischenlagern aufbewahrt. Die ursprünglich geplante Aufbewahrungsdauer von maximal 40 Jahren wird allerdings nicht in allen Fällen ausreichen bis es ein Endlager realisiert ist. Eine sichere Zwischenlagerung mit einem anschließenden Transport zu einem Endlagerstandort muss deshalb auch für die verlängerten Zeiträume gewährleistet sein.

Arbeiten der GRS zur längerfristigen Zwischenlagerung

Die GRS forscht im Auftrag des Bundesumweltministeriums sowie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie in mehreren Vorhaben zu Sicherheitsaspekten, die während der längerfristigen Zwischenlagerung von bestrahlten Brennelementen und anderen hochradioaktiven Abfällen relevant sind. Seit 2017 veranstaltet die GRS einmal jährlich den Workshop zur längerfristigen Zwischenlagerung.